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Das Lebensqualität-Mandala

Zeichnung: 4 verschieden große Kreise ineinander. Die Kreise sind wie ein Kuchen in 10 gleich große Tortenstücke aufgeteilt

Das Lebensqualität-Mandala ist eine Methode von vielen, die für eine Persönlichen Zukunftsplanung genutzt werden kann.

Dieses Mandala ist ein Themenblatt, mit dem erkundet werden soll, was die für die eigene Lebensqualität wichtigsten Bereiche in meinem Leben sind. Dieses Mandala ist nicht nur ein guter Denkrahmen für die persönliche Zukunftsplanung, sondern auch ein treffendes Sinnbild für den Prozess. So kann man mit dem Mandala arbeiten:

  1. In die Mitte des Mandala kommt zuerst der Name der Hauptperson, um die sich alles dreht, der Name der planenden Person, z.B.: Stefan
     
  2. In den ersten Kreis kommen bis zu 10 Begriffe von wichtigen Bereichen, die für die Hauptperson Lebensqualität ausmachen. Also Wörter, die einem in den Kopf kommen, wenn man beispielsweise gefragt wird: Was ist Dir wichtig im Leben? Was macht Dich glücklich? Was macht Dich zufrieden? Was tust Du gerne? Diese Worte drücken nun für eine Person verschiedene wichtige Bereiche von Lebensqualität aus, z.B. Freunde, Reisen und Kreativität.
     
  3. In den dritten Kreis des Mandala werden nun die aktuellen Aktivitäten oder Personen geschrieben, die für den jeweiligen Bereich wichtig sind. So könnte beispielsweise zu dem oberen Bereich Freunde die Namen von Freunden oder Aktivitäten, die man mit Freunden unternimmt (z.B. Uwe, Martina, Nils,...., gemeinsame Spielabende, Kochen, zusammen verreisen, klönen, ins Theater gehen....), bei Reisen Orte stehen, zu denen man gerne reist, die Art der Reise (z.B. die jährliche Gruppenreise an den Bodensee) oder bei Kreativität Aktivitäten, die dazugehören (z.B. selber malen, eigene Geschichten ausdenken, Seidenmalgruppe).
     
  4. In den äußeren Kreis kommen nun die zukünftigen Aktivitäten, die man gerne in diesem Bereich einmal oder mal wieder tun würde. So könnten z.B. im Bereich Freunde Dinge stehen, die man gerne in Zukunft mit Freunden unternehmen möchte (z.B. Dorit und Martin besuchen, Klara besser kennen lernen und einmal gemeinsam ausgehen...) oder bei Reisen, eine Reise, die man gerne machen möchte (z.B. Christopher in den USA zu besuchen und gemeinsam mit ihm eine Tour zu machen).

Andere Möglichkeit:

Das Mandala kann als Vorlage auf einem DIN A4 Zettel stehen, mal kann es auch groß auf ein Plakatpapier an der Wand hängen. Man kann eine Tastversion mit Plusterstiften machen. Man kann hineinschreiben oder Begriffe durch Symbole zeichnerisch darstellen, mit Braillestreifen aufkleben, Collagen machen oder Fotos von den wichtigen Aktivitäten benutzen.

Es ist mehr als ein Denkrahmen gedacht, der verschieden umgesetzt werden kann.

Hier können Sie die Vorlage für ein "Lebensqualität-Mandala" als Text-Dokument herunterladen.


 

Planungstreffen - Eine Möglichkeit der Persönlichen Zukunftsplanung

Zeichnung: Eine Person mit einem Fragezeichen über dem Kopf. Die Person hat eine Frage. WAS sind Planungstreffen?

Welche Ideen, Wünsche und Hoffnungen hat eine Person für sich und ihr Leben?

Eine Person oder eine Familie entschließt sich für ein Treffen zur Persönlichen Zukunftsplanung und lädt dazu andere Leute ein. Mit ihnen zusammen spricht die Person z.B. über einen neuen Arbeitsplatz, verschiedene Wohnmöglichkeiten, Wege neue Leute kennen zu lernen, Freizeltmöglichkeiten, Volkshochschulkurse und andere (Fort) Bildungsangebote - alles herausfordernde Lebenssituationen, die Lösungen erfordern.

Alles kann bei einer Persönlichen Zukunftsplanung zum Thema werden. Die planende Person entscheidet, worum es während des Treffens geht: Vielleicht möchte sie einige Leute aktiv am Entdecken ihrer Ideen, Wünsche und Träume beteiligen?

Vielleicht möchte sie herausfinden, ob andere einige Ideen, Wünsche oder Träume für sie und ihr Leben haben? Vielleicht möchten sie diese Menschen aktiv am Erfüllen einiger ihrer Ideen, Wünsche und Träume beteiligen?


 
Zeichnung: Eine Person mit einer Glühbirne über dem Kopf. Die Person hat eine Idee. WIE macht man Planungstreffen?

Zu dem Treffen werden nur Personen eingeladen, die sich die Person ausgesucht hat und die ihr wichtig sind:

Dies ist das Treffen der planenden Person!

Ihre Ideen und Wünsche sind jetzt am wichtigsten!


 
Zeichnung: 3 Männer, davon ein Rollstuhlfahrer, und eine Frau an einem Tisch. Sie unterhalten sich. WESHALB werden andere Leute zu dem Treffen eingeladen?

Die Leute, die die planende Person einlädt, unterstützen die Person dabei, herauszufinden, was sie mag und was sie gerne macht.

Die UnterstützerInnen helfen der planenden Person darüber nachzudenken, was sie gut kann, wo ihre Talente liegen.

Die UnterstützerInnen helfen der planenden Person herauszufinden, was sie machen möchte - ihre Wünsche und Träume zu entdecken.

Die UnterstützerInnen sagen der planenden Person auch, welche Wünsche, Träume und Ideen sie für die planende Person haben.

Die UnterstützerInnen helfen der planenden Person, Möglichkeiten und Wege zu finden, ihre Wünsche und Träume zu verwirklichen.

Einige UnterstützerInnen helfen der planenden Person vielleicht sogar aktiv und arbeiten mit ihr zusammen, um ihre Träume zu verwirklichen.


 
WER organisiert und moderiert das Treffen?

In der Regel führt eine außenstehende Person durch das Treffen. Sie ist auch dafür verantwortlich, das Treffen zu organisieren.

Zeichnung: Ein Blatt Papier und ein Bleistift. Das Papier ist beschrieben.

Diese Person wird der planenden Person und allen eingeladenen Gästen einige Fragen stellen. Die Gesprächsleiterin oder der Gesprächsleiter sorgt dafür, dass das Treffen ganz den Vorstellungen der planenden Person entspricht und dementsprechend abläuft.

Manchmal werden größere Bogen Papier von der Gesprächsleiterin oder dem Gesprächsleiter oder einer weiteren außen-stehenden Person dazu benutzt, um alle Ideen, Wünsche und Träume aufzuschreiben und sie mit einfachen bildlichen Graphiken darzustellen. So hat jede beteiligte Person jederzeit alle Ideen direkt vor Augen.

Zeichnung: Ein Fotoapparat mit Blitz Zeichnung: Eine Hörkassette

In anderen Fällen entwickelt die planende Person alleine oder mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zusammen andere, alternative Möglichkeiten, ihren Plan festzuhalten, z.B. auf Kassette oder Video, auf Notizzetteln, Bildkarten oder durch Fotos.


 
WO und wie oft trifft sich die planende Person mit ihrem UnterstützerInnen-Kreis?

Jede Person, die ein Treffen für sich haben möchte, entscheidet, wo das Treffen stattfinden soll. Es sollte ein Raum sein, in dem sich die Person besonders wohl und zuhause fühlen.

Zeichnung: Ein Kalenderblatt für Mai

Manchmal ist nur ein Treffen nötig oder gewünscht. In anderen Fällen entscheidet die planende Person oder entscheiden andere Beteiligte, dass sie sich wieder treffen müssen oder möchten. Wie oft sie sich als Gruppe treffen, hängt allein von den persönlichen Bedürfnissen der planenden Person ab.


 
Zeichnung: Eine Hand mit dem Daumen nach oben WIE sieht ein gutes Treffen aus?

Es gibt unendlich viele richtige Wege, ein Treffen zur Persönlichen Zukunftsplanung zu gestalten und durchzuführen.

Und doch, die erfolgreichsten Treffen entstehen, ... Dieser Text stammt aus dem Oregon Transition Systems Change Project. Deutsche Bearbeitung: Susanne Göbel.